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November 2018

VhU: Kommunen in Ballungsräumen müssen mehr neue Baugebiete ertüchtigen

12.11.2018 - Reimann: „Neue Webanwendung verdeutlicht Ursache des Wohnungsmangels. Kommunen in Ballungsräumen müssen mehr neue Baugebiete ertüchtigen.“

Frankfurt am Main. Als „einen erneuten Beleg, dass mehr neue Baugebiete in den Ballungsräumen nötigt sind“ hat die Vereinigung der hessischen Unter­nehmer­verbände (VhU) die heute vom Statistischen Landesamt vorgestellte Webanwendung ‚Neubauten.Hessen‘ gewertet. „Die Webanwendung zeigt, wo 2017 die neuen Wohnungen in Hessen entstanden sind. Es wird abermals deutlich, dass die Städte und Kommunen in den Ballungsräumen mehr neue Baugebiete schaffen müssen, um den Mangel an günstigen Wohnungen und Häusern zu lindern“, sagte Thomas Reimann, Vorsitzender des VhU-Bau- und Immobilienausschusses und Vorstands­vorsitzender der mittel­ständischen Bauunternehmung ALEA AG in Frankfurt.

„In vielen Kommunen der hessischen Ballungsräume wird noch zu wenig gebaut. Um steigende Mieten und Immobilienpreise zu dämpfen, muss in den Städten und deren Umland mehr und kontinuierlich gebaut werden. Die Webanwendung wird helfen, die Entwicklung über die Zeit zu dokumentieren. Die neue Landesregierung ist gefordert, bessere finanzielle Anreize für Kommunen zu schaffen und Unters­tützungen anzubieten, um neue Baugebiete zu ertüchtigen. Leider ist immer wieder zu beobachten, dass neue Baugebiete von den Kommunen verweigert oder nur sehr zögerlich aus gewiesen werden“, so Reimann.

Viele Kommunalpolitiker scheuen Folgenkosten bei Kindergärten, Schulen und Verkehr. Diese Kosten würden vielerorts nicht durch die Steuermehreinnahmen dank neuer Einwohner gedeckt. Die VhU hat deshalb vorgeschlagen, dass das Land im Kommunalen Finanzausgleich (KFA) hohe Anreize setzt, Neubaugebiete auszuweisen. Reimann: „Städte und Gemeinden, die gute städteplanerische Konzepte für ihr Wachstum vorlegen und Neubaugebiete umsetzen, sollten durch Extragelder aus dem KFA belohnt werden. Wenn die neue Landesregierung hier ansetzt, wird die neue Anwendung über die nächsten Jahre deutliche Verbesserungen am Wohnungsmarkt dokumentieren können.“

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